Videoüberwachung – Eine technische Herausforderung

Der Bedarf nach Videoüberwachung steigt mit dem wachsenden Schutzbedürfnis und fallenden Preisen für leistungsstarke Kameras. Welche Einsatzmöglichkeiten bietet die Videoüberwachung und welche gesetzlichen Grundlagen sind zu berücksichtigen? 

Einsatzbereiche

Die Gründe für den Einsatz von Videoüberwachungsanlagen sind vielfältig. Auf unübersichtlichem Gelände und innerhalb von Innenräumen können Sicherheitsabläufe durch den Einsatz von Kameras vereinfacht werden. Viele Abläufe lassen sich z.B. in den Leitständen von Polizei und privaten Sicherheitsdienstleistern, sowie in Pförtnerlogen von privatwirtschaftlichen Unternehmen aus überwachen und steuern. Auf Straßen wird mit Hilfe von Videokameras die Verkehrsdichte an Verkehrsschwerpunkten überwacht und Maßnahmen zur Verkehrssteuerung z.B. zur Staureduzierung eingeleitet. Aber auch Statusmeldungen oder Alarmzustände in öffentlichen Bereichen und Gebäuden können verifiziert werden. Videokameraanlagen ermöglichen z.B. das überwachte Schalten von Signal- und Schrankenanlagen im Schienenverkehr und die Überwachung nahezu aller Bereiche auf Flughäfen und in Bahnhöfen.

Präventive Sicherheit

Bei öffentlichen und sportlichen Großereignissen und an Orten mit erhöhten Gefahren für die öffentliche Ordnung helfen Videoüberwachungsanlagen die aktuellen Zustände einzufangen und zu dokumentieren und durch  Sicherheitskräfte die potentiellen Risiken zu minimieren. Identitäten wie  Gesichts- oder KFZ-Kennzeichenerkennung z.B. bei öffentliche Straftaten können mit Videoüberwachungsanlagen erkannt werden und bei der polizeilichen Ermittlungsarbeit hilfreich sein. In viele Lebensbereiche ist die Videoüberwachung bereit eingezogen, Tendenz steigend.

Rechtliches

Dieses ist Grund genug, auf die Rechtsvorschriften für den Betrieb von Videoüberwachungsanlagen hinzuweisen, die im Wesentlichen eine Reihe von unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen für die Videoüberwachung in öffentlichen Bereichen, in Betriebstätten (z.B. Arbeitsplätze), in Verkaufsräumen und in privaten Bereichen (z.B. Außenanlagen) gelten. Eine Zusammenstellung der betreffenden rechtlichen Bestimmungen finden Sie hier >datenschutz.org/videoueberwachung.

Technische Hinweise

Vor der Entscheidung, eine Videoüberwachung zu installieren, ist die Festlegung der Schutzziele. Hierzu gehören in erster Linie die Abschreckung, die Beobachtung, die Erfassung und die Dokumentation von kriminellen Handlungen (z.B. Diebstahl, Einbruch, Brandstiftung, Vandalismus), von Rechtsverstößen, von unbefugten Zutritten und wetterbedingten Ereignissen (wie Sturm- und Wasserschäden). Die Projektierung einer Videoüberwachungsanlage – gleich welcher Größenordnungen und Überwachungsaufgaben – gehören unabdingbar in die Hände erfahrener Fachleute. Das betrifft sowohl die akribische Auswahl der Kameras, deren Objektive und Montagepositionen in Abhängigkeit der Überwachungsorte, Überwachungsflächen, der Tageszeiten (tagsüber, nachts) und der Wetterkonditionen (Sonne, Regen, Schnee, Nebel). Unverzichtbar für eine sichere Bildübertragung – evtl. auch Tonübertragung – ist ein spezielles Leitungsnetz zur Festverkabelung der Kameras (kein Batterie- oder WLan-Betrieb!) sowie eine sichere Speicherung der Bild- (u. evtl. Ton-) Daten. Dazu sind aus Sicherheitsgründen alternativlos hochwertige Langzeitrecorder zu verwenden, die dem Zugriff Unbefugter entzogen werden müssen. Die Qualität einer bedarfsgerecht ausgerüsteten, sicher funktionierenden Videoüberwachungsanlage steht und fällt mit passenden, hochwertigen Komponenten. Die Grundlage dazu bietet eine detaillierte Projektierung, fachgerechte Komplettinstallation einschließlich Verkabelungen, Austestung, Inbetriebnahme und mängelfreie Übergabe der Videoüberwachungsanlage an den Auftraggeber

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